BARFLIEGEN
Sonntag, 20 Uhr.
Kalt. Februar.In die Bar in der Glogauer
konnten wir nicht.Da war der Vater ihres Kindes.
Ich konnte auch nirgendwohin.
Meine inneren Orte
waren in Aufruhr.Wir trafen uns
im Bellmanns,
an der Ecke.Es machte keinen Unterschied,
wo wir waren.Er kam später.
Der Vater.
Der Mann.Das war okay.
Wir saßen uns gegenüber,
sie und ich.Redeten.
Lange Pausen.
Tiefes Schweigen darin.Das sagte mehr
als unsere Worte.Wir redeten
über das Schweigen,
über das Rauchen.P&S.
Weißwein.
Zigaretten.Das genügte.
Zwei Göttinnen in Not.
Sie fast ohne Wohnung,
dafür mit Sohn.Ich
kurz nach dem Raub.Unsere Blicke
genügten dem Wein,
dem Rauch.Wir verstanden uns
ohne Erklärungen.Worte?
Wer braucht sie
in solchen Stunden.Wir wussten,
ohne zu wissen.Und lächelten
uns zu.

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