Der Mensch hat sich beinahe alles erschlossen und dennoch weiß er nichts. Jeder Lebensraum ist angefasst, beleuchtet, erfasst. Wie kommt es, dass bei allem Forschungsdrang und angesichts aller wissenschaftlichen Fachrichtungen weniger entdeckt wird als vielmehr zerstört? Steile These? Mit Nichten!
Menschen wollen den Weltraum erobert haben, dabei haben sie dort Material platziert, dass die Erdatmosphäre beeinflusst und das Leben auf der Erde maßgeblich beeinträchtigt. Der Mensch feiert unterdessen auf Kosten anderen Lebens und auf Kosten als tot deklarierter Materie seinen Luxus und Konsum. Aber wie kann Leben aus toter Matiere hervorgehen? Diese Frage gehört zu einem Katalog an Fragen, die Denkfehler offenlegen. Denkfehler, die sich aus dem falschen Gebrauch von Sprache ergeben und Denkminen schaffen. Wer Dinge nicht mehr sagen darf, entwickelt bei ausgebildetem kritischen Verstand entweder einen doppelten Boden des Denkens oder das Denken versiegt wie eine Quelle in den Bergen, weil der Sprecher mehr mit Sprachdoktrin beschäftigt ist als mit dem Formulieren eines Gedankens.
Menschen tun sich und anderen tagtäglich derartig viel Gewalt an, dass es Normalität ist. Gewalt ist das Strukturelement. Und solange Menschen annehmen Gewalt sei eine Lösung oder der Modus operandi, brauchen wir uns nicht wundern über die Phänomene unserer Zeit.
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