# die lösung liegt dazwischen

 

 

 

Die Wirklichkeit und wie wir sie sehen: Im Grunde sehen die Wenigsten von uns die Wirklichkeit wie sie ist. Unser Blick ist verzerrt durch Wünsche, Ansprüche, Vorstellungen, Ego-Projekttionen, Bestrebungen - all das lässt uns nicht sehen oder erleben was ist, ganz im Gegenteil, es bringt eine Trennung zwischen mich und die Welt und die Natur. Es ist wichtig, dass wir auch hier eine Unterscheidung treffen: zwischen Natur und Welt. Die Natur ist unser Leben, da kommt alles Leben her. Die Welt ist eine Struktur aus Verwaltungen, Technologien, Infrastrukturen. Wenn wir Urlaub machen, fahren wir in die Natur und wir fahren wieder aus ihr zurück in unsere Zusammenhänge in der Welt. Warum fühlen wir uns wohl in der Natur, auch wenn sie uns unbegreiflich ist? Warum neigen Menschen in den Städten zu immer mehr Extremen? Schon mal darüber nachgesonnen? 

Woran erkennen wir, dass wir die Wirklichkeit nicht sehen? Das erkennen wir daran, dass die Interpretation nichts mit dem erlebten Phänomen zu tun hat oder anders ausgedrückt, wenn die Deutung nicht in uns resoniert. Wir neigen schnell dazu Dinge und Phänomene einzuordnen; sicher um uns nicht weiter damit beschäftigen zu müssen. Doch um Erscheinungen in der Natur und der Welt - beide sind unsere Wirklichkeit - überhaupt interpretieren also deuten zu können, ist eine eingängige Analyse notwendig. Beispiel: Nehmen wir einen Menschen, den wir kennen oder nicht kennen. Wir konzentrieren uns im Regelfall darauf, was uns erzählt wird von dem Gegenüber, den Rest der Zeit sind wir mit Selbstregulation und unseren Umständen sowie bereits mit den nächstliegenden Aufgaben beschäftigt. oWas uns entgeht, schon in einer einfachen Alltagssituation: wo der Blick des anderen hingeht, der Tonfall der Stimme, der Umgang mit den Gegenständen, die Bewegung der Hände beim Sprechen und vieles mehr. Sobald alle diese Details analysiert werden, ergeben sie zusammengenommen eine Deutung der Situation mit diesem Menschen. Ja, nun könnte das Gegenargument kommen, wozu das Ganze?, warum so misstrauisch? Da bleibt nur zu sagen: wem sein Leben etwas Wert ist und die Visionen und Vorhaben, dem ist eine gute Beobachtungsgabe, die trainierbar ist sowie die Analyse oberste Priorität. Warum es hilft uns Entscheidungen zu treffen. Jeder von uns hat jeder Zeit Entscheidungen zu treffen. 

Merkt euch: Erst das Beobachten, als nächstes die Analyse des Beobachteten und dann die Deutung. Aho

 

 

 

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