# wo wir sind

 

wo wir sind - Krisen und Kataklysmen (Auszug)

Das 21. Jahrhundert ist zugegebenermaßen das Jahrhundert der Krisen. Gerademal ein Viertel des Jahrhunderts ist vergangen und Eruptionen von Krisen bestimmen es. Alles was unsere Gesellschaft, unsere Gemeinschaft, unser Leben ausmacht, lässt sich mit dem Wort ‚Krise‘ kombinieren: Demokratie in der Krise, Kulturkrise, Relgionskrise, Klimakrise, Gesundheitskrise, Bildungskrise, Krise des Selbsts, Ökonomie in der Krise, Informationskrise. Neben den wachsenden Krisen drängen tieferliegende Konflikte an die Oberfläche. Oder folgen Krisen einem Zwiebelprinzig?, eine Krise ist entlarvt und schon zeigt sich die nächste.

Unser Fokus liegt hier auf den Phänomenen, die unsere Erde betreffen, was unsere Lebensgrundlage ist. Überbevölkerung in Ballungszentren ist problematisch wie die Polkappenschmelze – Verringerung der arktischen Meereisbedeckung kann einen Einfluss auf Jetstreams haben. Jetstreams sind extrem starke Windbänder in der oberen Erdatmosphäre (etwa 8 bis 12 Kilometer Höhe), die mit bis zu 500 km/h um die Erde wehen. Sie entstehen durch die Temperaturunterschied zwischen den kalten Polen und dem heißen Äquator und sind der Hauptantrieb für Hoch- und Tiefdruckgebiete. Laut Institut Alfred Wegener in Potsdam schwächt der Jetstream sich im Winter ab und somit treten häufiger blockierende Wetterlagen auf. Schwankungen im Jetstream führen zu extrem Wetterlagen. Es kommt dann zu langanhaltenden Wetterlagen, was bedeutet das es bei Regen zu Überflutungen kommt und wenn ein Hochdruckgebiet über uns ist, kann es zu Hitzewellen und Trockenheit führen. Die Arktis hat sich in den letzten 50 Jahren um 3 Grad erwärmt.

Hitzewellen nehmen nicht linear mit der Erwärmung zu, sondern stark überproportional. Hitzewellen wie sie früher nur alle 50 Jahre aufgetreten sind, wie Ende des 19. Jahrhunderts, sind heute schon deutlich häufiger geworden. Einige Gebiete auf der Erde droht die Unbewohnbarkeit, das ist bereits der Fall in der Karibik, in Mexico, in den Vereinigten Staaten, Pakistan, Indien, das tropische Asien – auch diese Bedingungen treiben Millionen Menschen in die Migration (Klima-Flucht und wetterbedingte Wanderungen bei Tieren. Eine aufgewärmte Atmosphäre kann auch mehr Luftfeuchtigkeit aufnehmen und führt somit zu mehr und stärkeren Winden.

Der Wind nimmt zu und es kommt weltweit zu Extremwettersituationen. Die Windgeschwindigkeiten der Winterstürme werden höher, in Mitteleuropa um bis 5 % und die Stürme dauern länger als früher. Die Schäden, die sie anrichten werden größer. Steigender Meeresspiegel am Atlantik, zum Beispiel Biarritz, heftige Meeresstürme mit Sturmfluten, die Strände werden flacher, Massiv veränderte Windverhältnisse beeinflussen das Leben auf der Erde. Der Klimawandel hat Auswirkungen auf das Verhalten von Tieren, insbesondere die Fortbewegungsgeschwindigkeit einer Tierart.

Die Endlichkeit der Rohstoffe wird ignoriert, genauso wie die Begrenztheit eines Wachstumsmusters. Es ist kein exponentielles Wachstum möglich mit endlichen Rohstoffen.

# dare or truth

 

 

 

 

Ich mache gerade Ferien von einem Leben, das ich nicht will. Wo? In der Wohnung, für die ich Miete zahle. Unter'm Dach. Das Konzept von Urlaub hab ich wirklich nie verstanden: irgendwo hinfahren, wo ich sein will um wieder dahinzurückzufahren, wo ich nicht sein will. Das Hin und Her ist nichts für mich. Ich muss mich dann vor allem von dem Zurück nach da wo ich sein muss, erholen. Das ist ungut. Lieber bin gänzlich da wo ich nicht sein will und begreife wo das herkommt. Alles kommt irgendwoher, wir auch. Ich widme mich wenigen Dingen. Die Dinge sind nur noch Mittel zum Zweck, keine Erinnerungsstücke. Dinge kommen und gehen wie Gedanken, Gefühle, Menschen und Erinnerungen an all das und das Wissen um mehr. Da war einmal mehr in dem Weniger und die Meisten scheinen das vergessen zu haben. 

Bist Du im Urlaub oder geht Deine Seele reisen?

 

 

 

 

# Ende Mai

 

 

 

 

Passend zur Saison Rasen mähen, werden Phrasen gedroschen. Unerträglich. Beides. Morgens um 8 verabreden sich Männer in verschiedenen nebeneinanderliegenden Innenhöfen zum Phrasen dreschen, ich meine Rasen mähen. Nicht nur das! Das Kakaphonie-Konzert dauert 1,5 Stunden an und lässt sich schwer ignorieren, auch mit ich-hör-Musik-nur-wenn-sie laut-ist nicht. Die Brutalität der Lautstärke hat auch die Mauersegler vertrieben. Aber brutal kennen wir ja, brutal können wir. Der erste Neurodivergenz-Schub ist vorbei und man kann sich wieder dem Tagesgeschäft 'Leben' widmen. Es ist Sommer: Sonne, Bikini, Badeurlaub - ich mach Yoga. 

 

 

 

 

 

# the web

 

 

 

In unseren Leben weben wir Netze, die Teil anderer gewobener Netze sind. Die Knotenpunkte im Netz sind all unsere Begegnungen. Zelebrieren wir diese Begegnungen und erkennen wir was sie uns zu sagen haben

 

 

life itself is lived as practical ceremony where all thought is prayer