Leiser Sommer
Es ist ein leiser Sommer.
Aus der Ferne summt mir eine Stimme eine Melodie.
Ich gehe durch einen schattigen Klostergang, einem unerhörten Lied entgegen.
Zwischen den Steinen lese ich Spuren. Seitdem begleitet mich das Lied.
Poetische Impulse und Momentaufnahmen. Worte sind die Heimat einer Vision. Ein Schutzraum für das Mysterium des Lebens. Schreibend sind wir Befürworter eines neuen Werdens. Wir blicken voraus. Der Himmel eint uns. Wir reisen mit innerem Kompass. Gemeinsam. Wir sind Poesie. Wir sind im Wandel
Leiser Sommer
Es ist ein leiser Sommer.
Aus der Ferne summt mir eine Stimme eine Melodie.
Ich gehe durch einen schattigen Klostergang, einem unerhörten Lied entgegen.
Zwischen den Steinen lese ich Spuren. Seitdem begleitet mich das Lied.
Bester Freund
Mein bester Freund ging mit mir. Er kannte die Wege durch Wälder und die Pfade, die niemand sonst sah.
Er stand an meiner Seite, wenn der Wind stärker wurde, und zeigte mir Licht, wenn der Weg unklar war.
Wir sammelten Augenblicke wie kostbare Steine am Ufer eines Stroms. Einer davon trug Worte aus einer fremden Sprache: sentir l’odeur du mot aimer. Ich schrieb sie auf, damit sie bleiben.
Als mein Freund sich zu mir umdrehte, sah ich in seinen Augen die stillen Farben all dessen, was wir gemeinsam erlebt hatten.
SCHLACHTENSEE
Autotür auf.
Moos.
Kiefern.
Hunde raus.
Wir hinterher.
Sie müsse mir
etwas sagen.
Ich wollte es
nicht hören.
Doch quollen
Worte wie Watte
aus ihrem Mund.
Der schrille Ton
ihrer Stimme
fiel
auf den Waldboden.
Ich sammelte
die weiße Watte
zu einem Haufen.
Legte sie
dem Ton
zu Füßen.