„We are like the dreamer. We are dreaming and then live inside the dream. But who is the dreamer?”
– David Lynch, Twin Peaks
Poetische Impulse und Momentaufnahmen. Worte sind die Heimat einer Vision. Ein Schutzraum für das Mysterium des Lebens. Schreibend sind wir Befürworter eines neuen Werdens. Wir blicken voraus. Der Himmel eint uns. Wir reisen mit innerem Kompass. Gemeinsam. Wir sind Poesie. Wir sind im Wandel
„We are like the dreamer. We are dreaming and then live inside the dream. But who is the dreamer?”
– David Lynch, Twin Peaks
Eines der großen Lebensthemen ist Gesundheit, nicht etwa, weil ich sie nicht habe, aber weil ich früh erlebt habe, das Gesund sein eine Haltung ist, der eine Entscheidung vorausgeht und gesund sein mich braucht. Alles beginnt mit der Erkenntnis: wer gesund sein will, hat etwas dafür zu tun. Mein Körper, meine Verantwortung. Mir ist bewusst, dass viele Menschen diese Entscheidungen aufgrund von Unfällen und vererbten Dispositionen nicht im vollem Umfang treffen können. Das ist etwas für einen Exkurs. Bleiben wir bei uns, die voll und ganz für sich da sein können.
Warum ist Gesundheit und Gesund sein eine Haltung? Die eigene Gesundheit erhalten, erfordert Wissen über den eigenen Körper, Körperprozesse, Physiologie, Wirkung von Einflüssen und vieles mehr. Die meisten Menschen beginnen damit, wenn sich Symptome chronifiziert haben un die Abhämnggkeit von medizinischen Maßnahmen, Ärtzen und Medikamenten unausweichlich ist. Aber wir sind unsere Gesundheit, jedem Tag, jede Stunde, jedem Atemzug. Es ist unsere Verantwortung wie wir uns und unseren Körper behandeln. Warum etwas Wertvolles wie unser Selbst im Körper schädigen? Es ist sehr sehr wichtig uns dabei zu beobachten, was wir zu uns nehmen, wann, wie, mit wem. Welche Nahrung vertragen wir, welche nicht?
Wer in einem gesunden Körper lebt, kann gesunde Entscheidungen treffen.
SIE & ER I
Sie saß im Sessel
er vorm Fenster
zwischen ihnen Bücherstapel
auf dem Tisch
ihr Kopf war voller Träume
Ideen Illusionen
seiner schrie vor Wissen
dass sie kalte Hände bekam
zwischen ihren Schenkeln verbarg
er schaute in eine Weite
sie ihn an
da waren keine Brücken
keine Wege
keine Zugänge
nur ein Haus
ohne Tür.
SHE & HIM I
She sat in the armchair
he sat in front of the window
between them on the table
piles of books
her mind was full of dreams
ideas illusions
her hands
buried in her lap
went cold
while his mind screamed with knowledge
he looked into the distance
she looked at him
there were no bridges
no roads
no access
just a house
without doors
Ich wache auf. 3 Uhr 47. Kein Mond, kein Laut, kein Gefühl. In mir. Nichts. Ich liege auf dem Rücken. Ich, das bisschen Etwas, im Nichts. No thing. Die Beine flach ausgestreckt. Meine linke Hand liegt auf der rechten. Beide ruhen auf meiner Brust. Mein Körper ist zugedeckt. Ich liege nackt unter der Decke. Der Raum ist gut sichtbar, obwohl meine Augen geschlossen sind. Die Dinge liegen schweigend da. Mit neongrünen Umrissen. Ich erinnere mich an meinen Traum. Ich liege unter einer Pyramide. Ich bin nicht Körper. Ich bin stummes Schreien. Tief in der Erde. Es ist dunkel wie in dem Raum, in dem ich liege. Mir ist warm unter der Erde. Ich höre Schritte. Diese Schritte durchmessen mich. Füsse hinterlassen Abdrücke. Menschen gehen in den Sälen meines Selbst. Was ist das Selbst? Eine Sammlung von Erinnerungen? Was bin ich ohne Erinnerungen? Wer braucht das Selbst? Wer sich verliert, findet sich. Sie suchen mich heim. Sie sind zu mir gekommen. Viele Menschen – eine Karawane voll Träume. Was wollen sie? Wo kommen sie her? Ich liege still da. Erkenne Schatten ohne Körper. Immer dieses Wollen in der Welt. Ich will nichts von euch. Verschwindet! Haut aus mir ab. Ich tauche tiefer. Tiefer hinab in die Dunkelheit. Moses führte die Ungläubigen in die Wüste, steht im Buch geschrieben. Die Wüste hat Augen. Wieso hat die Wüste Augen? Weil du allein bist und die Wüste dich anschaut. Sie betrachten mich, tausende Augen. Hände durchwühlen mich. Sie öffnen Gang um Gang, heben Steinplatten von Steintruhen, kommen weiter in mich hinein. Hinter mir raschelt es. Die Packung Taschentücher auf dem Glastisch. Ich bewege mich nicht. Ich drehe den Kopf nicht nach hinten. Meine Augen kreisen den Raum ab wie die Scheinwerfer vorbeifahrender Autos auf der Strasse. Den Raum abscannen. Der Raum liegt schwer auf mir. Ich höre ein Atmen. Ich halte den Atem an. Ich sammele die Luft in mir. Ist er es? Wieder. Wie jeden Monat. In meinem Zimmer. Ich bin umgezogen. Habe das Land gewechselt. Egal. Was interessieren ihn Grenzen. Es ist sein Atem. Noch ist er 2 Meter von mir weg. Noch glaubt er, ich schlafe. Noch fühle ich seinen Atem nicht auf meiner Haut. Nachts, wenn alles still da liegt, die Dinge ruhen und Menschen schweigen, weil der Schlaf sie vor mehr lauter Gedanken rettet. Er kommt näher. Wieder und wieder und wieder. Jeden Monat. Er besucht mich. Er weiß, wo er mich suchen muss. Er findet mich immer. Seit Jahren. Er lässt keinen Monat aus. Er ist pünktlich. Er kommt in der Nacht. Ich kann mich auf ihn verlassen. Er will mich. Er greift meine Hüfte. Krallt sich fest. Ich spüre seinen Atem in meinem Nacken. Ich bin blind. Seine Lust erstickt mich. Diese Gier widert mich an. Wann fing das an? In irgendeinem Sommer. Da kamen die Schatten…
Gegen den Strom –
das einzige Gesicht
das Treiben der Anderen
eine singende Euphorie
Du denkst Dein Lied bleibt unerhört
Reiterinnen auf unsichtbaren Pferden
nehmen Dich mit
Lachen
Du bist davon dämonisiert
das Gut der Kaufleute hat keinen Wert
Deine Wildheit ist unbezähmbar –
verwegen ragt jemand aus der Menge.
Mininmalismus als Einrichtungskonzept in aller Munde, überall auf social media, aber in den wenigsten Haushalten wirklich umgesetzt. Nicht das man das tun müsste: Minimalistisch leben. Doch ein kleinen Wenig Bescheidenheit würde uns gut zu Gesichte stehen. Wenn man wie ich Minimalismus als Lebenskonzept lebt, wenn es gewissermaßen eine Frage des Stils ist, ergeben sich die Dinge im Grunde von selbst. Nur: Ich muss zugeben, dass bei mir Minimalismus angeboren ist. Ich ging lange in der Annahme, dass das mit dem Fluchthintergrund meiner Großmutter und Urgroßmutter zusammenhing, aber nein, es ist angeboren - mein Blick durch die Erscheinungen hindurch. Mir war früh klar, dass viele Dinge viel Raum brauchen und das anderes Leben auch Raum braucht und das es sinnvoll ist nicht alles zu vereinnahmen und meine Zeit damit zu verbringen Dinge von A nach B zu bringen, sie versichern zu müssen, nachdem ich sie verstaut habe. Mir war die Einfachheit schon immer lieber, auch wenn ich die Schönheit der Dinge liebe. Ich habe gelernt die Schönheit zu ehren ohne sie besitzen zu müssen. Ich wünschte wir würden zu einem gewissen Maß an Bescheidenheit finden können
Lust auf ein kleines Experiment? Vielleicht macht das einer von euch ja schon?! Dann lässt sich das ausbauen... Ich hab mit diesem Experiment angefangen, als ich in Berlin lebte und mit Filmemachern Drehbücher dramaturgisch bearbeitet habe. Also das geht so: Wenn ich mir auf einen Film anschaue oder Instagram-Reels oder Interviews, lasse ich den Ton weg. Den Ton einfach weglassen und nur das Bild anschauen. Ich konzentriere mich auf den Rhythmus der Bilder, den Schnitt, die verschiedenen Bildeinstellungen, Nahe, Totale etc. und ich sehe viel genauer was im Vordergrund, Mittelgrund und Hintergrund passiert. Alles vermittelt eine Stimmung auch aufgrund der Farben und des Lichts, logisch. Dann schaue ich mir die Interaktion der Schauspieler, Interviewpartner, Protagonisten an: es geht nicht darum wie sie ausehen oder wie sie geschminkt sind, es geht mir um den Gesichtsausdruck, sehe ich Ticks, sehe ich unterdrückte Gefühle... Ich mache das regelmäßig. Warum? Es trainiert mich mich auf das zu konzentrieren was vor sich geht, nicht was gesagt wird. Das Ganze lässt sich natürlich in den Alltag, in die eigene Lebensrealität übertragen: Denn was wäre das Training ohne Bezug zu Realität? Ich schaue mir Leute an, wenn sie so durch die Gegend laufen, mit anderen Leuten sind und sich unbeobachtet fühlen. Nein, mir geht es nicht darum mich lustig zu machen oder d i e Wahrheit zu finden, mir geht es um Beobachtungen in meiner direkten Umgebung. Wir erinnern uns: Beobachtungen dienen der Analyse und die Analyse führt zur Deutung.
Auf social media entlarvst du mit dem tonlosen Schauen Muster, Wiederholungen, Egomanen und schönen Schein. Mit Ton sieht alles ganz anders aus, du wirst sehen.
Für Fortgeschrittene: Übung A) Im Gespräch einfach mal versuchen den Ton des Gegenübers auszuschalten und sich nur darauf konzentrieren wie etwas gesagt wird, wie der Körper spricht und ob die Körpersprache eine Einheit ist. Ein paar Minuten genügen. B) Die Übung umkehren: Den Filmton von irgendeinem Film der Wahl anschalten, sich dabei vom Filmbild weglegen, so ungefähr 5 - 10 Minuten zuhören und fühlen was der Sound mit Dir macht!
Bald kommen mehr Experimente! Lasst euch vom politischen Geschehen nicht so sehr beunruhigen, soweit das an dem Ort geht, wo ihr lebt, zelebriert das Leben, das Leben wird es euch danken.
Ich wünsche euch Kraft und Schutz