# ein Gefühl im Sommer

 

 

 

Beim Zuhören,was die anderen Leute sagen, fällt mir eines besonders auf. Mir fällt etwas über mich selbst auf: Ich höre mir selbst zu und gehe den Empfindungen nach, die in mir auftauchen. Und ich entdecke immer wieder – wenn so etwas überhaupt geht –, dass da ein Gefühl ist, das ich am besten kenne: Es ist das Gefühl, in der falschen Welt zu sein. Es ist das Älteste an mir. Niemand sieht mir diese Empfindung, dieses Gefühl, meine conditio humana, an. Es ist das Gefühl, dass hier etwas nicht stimmt, mit der Welt etwas nicht in Ordnung ist. Sie macht sogar unsere Natur kaputt – unsere äußere wie auch unsere innere. Ich komme aus einer Welt der Gemeinschaft, der Egalität und der Kooperation. Was ich vorfand und weiterhin vorfinde, sind Orte, an denen Hass, Gewalt und Niedertracht vorherrschenund das wird zivilisiert genannt. Wer zivilisiert ist, ist isoliert. Das Bindeglied, das Operationsmittel, ist das Geld. 

Es macht mich froh, dass ich meine Heimat, die nicht in dieser Welt ist, erinnere.  

 


  

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