Worte tanzen auf der Zunge
Pflanzen Orte
Sind sprechende Instrumente
Stimmen heilen
Buchstaben in Bewegung
Sich erheben
Ohne am Mund zu kleben
Ihrem Sinn enthoben
Klingen.
Erholsam das Sitzen auf der Bank deines Daseins
Dein Wesent-liches ist Reichtum
Der Mensch in dir poetisch
Die Unterarme auf der Fensterbank
Mein Hinteres
Verundbares
Schaut ins Nächtliche des Zimmers
Getrennt der Oberkörper
Durch einen hellen Vorhang von der
Sichtbarkeit des Raumes
Blind schau ich in die gelben Fenster
Gegenüber
Die gutmütige Macht - Dein
Ergreift das Innen
Streck‘ ich den Kopf herum
Zu deinem Antlitz
Mit einem leisen Ton zur Strasse hin
Erblicke ich dein lächelndes Leuchten.
Gegenstände liegen unsagbar still
Schwer hinzukommen
Durchzukommen
Scharfe, glatte Konturen
Im Nebel
Der Wand
Und das Liegen, die Lust, das Sein
Am Dienstag des Jahres
dem kalten Winter entkommen
bin ich nicht in der Lage
der Rede am Sinn vorbei
schon stimmt der Satz nicht mehr
der Anfang führt zum Ende nicht
Sonne biegt sich in den Raum
zu einem Uns
in deinen Traum .
Der nackte Rücken hebt sich von der Wand
Im blauen Licht Laubblätter springen über Pflastersteine
Wortlos hinter Gedanken
Schau ich Ereignissen zu
Lausche Stimmen, die nicht zu mir sprechen
Fotografiere was ich sehe ohne abzulichten
Auf Fingerkissen bette ich mein Gesicht
Meine Füsse sind auf dem Holz einer Mole
Wellen türmen sich
Feuer brennt in meinem Kopf
Die Nacht hat ihre Wahrheit
Ihre persönliche Klarheit
Da sie zerfällt im Angesicht des Tageslichts
Auf einer Fensterbank im Schatten des frühen Morgens
Hat sich die vergangene Nacht versteckt
In einer Vase am Rand getrocknete Blütenblätter
Im Kern unberührt
Die Macht der Dinge kam über uns
Vier Wochen ohne Regen
Reglos
Ein Abdruck im Lacken
Verweilen in Armen
Alternde Schönheiten
Risse in der Haut tragen Namen
In Schubladen verschwinden Fotografien
Versatzstücke der Erinnerung – ein verstummtes Lied
Dieses rückt nahe
Jenes tritt zurück in die Menge.
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