Reisende
Auf einsamen Wanderungen eine Reisende ohne Gepäck
ich habe die Berge nie verlassen
meine Aufzeichnungen ließen mich nicht mehr los
meine Erinnerungen folgten mir wie ein alter Zauber
Ich war scheuer als die Eulen
die in der Nacht in meinen und deinen Träumen fliegen
es ist sehr dunkel in diesem Hausflur
ich sage es dir ganz leise und sehr ernsthaft in dein rechtes Ohr
du bist sehr verwundert du bist wirklich sehr verwundert
ich habe deinen Hut und halte deine Hand
kurz
das Weiter suchen
der Wirklichkeit des Traums begegnen
im Großen Mysterium
habe ich je die Berge gesehen?
heute bin ich hier
in jedem Hauseingang der Gassen
lauert mir eine Erinnerung auf
Vorboten meiner Reise
Brunnen sind die Kilometersteine meiner Vision
Ich erkenne deine Konturen wieder
die sich an die Himmel heften
um mich willkommen zu heißen jeden Tag
bei Nacht bist du majestätisch
ich liebe dich wie man ein Pferd liebt
all deine Winde sind für mich Winde der Zärtlichkeit
ich bin wie meine Ahninnen
die am Feuer sitzen
ich erwarte nichts
ich bin hier
ich sitze auf der Wiese deines Gartens
und lächele dem Milan über mir zu
an meine Wanderungen denkend
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