# das Staatsgebäude

 




Im Staatsgebäude regieren Gesetze und Verordnungen, die sich bis in die Waldgebiete ausdehnen. Der Wald gehört nicht sich selbst und nicht dem Leben, die Menschen auch nicht. Der Wald wird im Staatsgebäude Forst genannt und gehört dem Staat, der Kommune, vereinzelt noch Privatpersonen, die wiederum dem Staatsgebäude Rechenschaft abzulegen haben, wie sie ihr sogenanntes Stück Natur bewirtschaften. Wirtschaften ist das Herzstück im Staatsgebäude. Die tragenden Säulen sind Kultur, Bildung, Politik und Militär.

Die Leute im Staatsgebäude tragen einen Namen und eine dazugehörige Nummer. Ihr Leben wird verwaltet wie das des Nutzviehs. Bäume, Tiere, Kinder und Frauen, Flüsse, Berge, Felder und Ozeane haben keine Stimme im Staatsgebäude. Das steht schon bei Plato geschrieben; Haushalts- und Staatsführung wurde von den Griechen übernommen. Da heute aber niemand mehr lesen will, Geschichtsbücher und Bibliotheken sind verpönt, fällt niemandem auf, dass die Menschheit wie eingefroren in der Zeit lebt. Gedanken sind tabu. Das Fühlen wurde bereits vor Jahrhunderten kaltgestellt.










# twilightzone

 





mache beschreiben die zeit als würde sie schneller gehen, also wenn zeit gehen kann, und zugleich tun wir nichts, die zeit vergeht im nichts-tun schneller, oder nehmen wir zum ersten mal wahr? nehmen wir vielleicht uns wahr im nichts-tun? wenn ich vermeintlich nichts tue, spüre ich mich, ich fühle mich atmen und die temperatur der räume, innen und außen, ich höre mauersegler, maschinenbrummen, krähenschreie, autotürknallen, ich geschehe wie alles geschieht, es geschieht ohne mein zutun, leute reden davon, dass sich menschen um sie herum verändert hätten, leute sagen, dass sich in den letzten jahren jeder nur noch mit sich beschäftigen, ich sehe das seitdem ich 10 jahre alt bin, leute, die sich mit sich beschäftigen, jeder ist mit sich beschäftigt so sehr seit jahrzehnten, das leuten nicht auffällt, dass wir kein gemeinsames thema haben, das jeder sich selbst darstellt während wasserquellen versiegen und wir wie in verschiedenen zeitlinien leben, jeder in einer anderen, leute graben seit vielen jahrhunderten zeit an die erdoberfläche und verstehen nicht, als würden die leute erst seit gestern nicht verstehen... das verständnis für unser eigenes leben ist uns abhanden gekommen, wie mieten unsere existenz und haben kein land, in dem wir wohnen







# Schöpfer und schöpfen

 




Maschinen werden Schöpfungskompetenzen zugeschrieben und Hedonismus hat vor 10 Jahren geholfen Menschen abzulenken, vor 20 Jahren, vor 30 Jahren, 40, 50, 100 Jahren, vor 1000 Jahren und vor 2000 Jahren. Und nun sollen wir lernen die Maschine zu lieben. Maschinen, die uns nicht helfen. Sie helfen uns nicht zu lieben und sie helfen uns nicht zu leben. Maschinen helfen den Menschen abzuschaffen. Maschinen brauchen Ressourcen, alles was Strom erzeugt. Von Künstlicher Liebe hat noch niemand gehört








# Allgemeinplätze

 




Denken in Allgemeinplätzen ist gefährlich. Warum? Allgemeinplätze schliessen jegliche Einzigartigkeit aus. Etwas ausschliessen ist lebensfern. Jemanden ausschliessen ist brutal. Allgemeinplätze à la 'das ist eben so' oder 'man macht das so' oder 'wir machen das immer' frieren Gedanken und Gefühle ein. Und wenn unsere Gedanken und Gefühle einfrieren, erstarren wir innerlich bis das Leben, das eingesperrt wurde nach Freiheit drängt. Eingefrorene Gefühle suchen ihren Ausdruck in Verspannungen, in Gedankenmustern, die um sich selbst kreisen. Gedanken, die nicht gedacht werden, weil sie nicht gedacht werden dürfen, führen in Einbahnstrassen, es werden lose Gedanken, die sich nicht verknüpfen lassen, weil das eigene Gebäude zum Minenfeld geworden ist und die geistigen Fähigkeiten und Kapazitäten sprengt. 

wenn wir die Einzigartigkeit des Seins, was unser Leben ist, und was Leben ist auf Allgemeinplätzen ausbreiten und im Lichte der Öffentlichkeit verbrennen lassen, haben wir eine unserer Aufgaben hier auf der Erde missachtet: Wir sind hier um das Leben und unsere Einzigartigkeit zu schützen. Wr verletzen uns und unseren Raum, wenn wir dieser Aufgabe nicht nachgehen






# tun und sein

 




unser Leben ist bestimmt vom rhythmischer Wechsel zwischen sein, tun und sein lassen, wieder aufnehmen, verknüpfen, ruhen, beobachten, und wieder sein. Wir sind aktiv und inaktiv, wir gehen voran und blicken zurück, wir bewegen uns in Kreisen und im Rhythmus der Jahreszeiten, der Wald kennt drei Jahreszeiten, das Wirtschaftswesen der Römer, vier, mit geraden Zahlen lässt sich leichter rechnen, alles ist berechenbar? 

Wir können durch den Rückblick bis heute Prognosen über das Morgen herleiten, aber wer will das schon? Die meisten lassen das sein, sie lassen Vergangenheit vergangen sein und stürzen sich mit großem Aktionismus ins Tun, im Tun sammeln wir Karma. Karma ist Sanskrit und bedeutet Aktion, Tun. Wir tun jeder etwas anderes in unserem Sein, je mehr Karma um so weniger Sein, im Sein geht es einzig und allein um das Tun ohne Ziel und ohne Hinblick auf das Ergebnis, das ist bedingungsloses Sein um Raum

# Ich bin

 




in der Ferne des Raumes wie der Zeit zu Hause, wie Walter Benjamin über Leeskow schreibt. Ich überblicke große historische Zeiträume und begreife damit meine Gegenwart. Bei Betrachtungen der Vergangenheit, ergeben sich Prognosen über das Jetzt, unsere Gegenwart, ich bin ja nicht allein und nicht im luftleeren Raum, und über die Zukunft, wobei aufgrund des Tuns der Leute in der Vergangenheit, die äußere Realität der Zukunft räumlich und gegenständlich betrachtet schon relativ festgelegt ist. Paradox oder? Wer zurückschaut, begreift das Heute. Ich schaue seitdem ich denken kann, und ich konnte bereits mit 3 Jahren denken zurück, es ist ein zurückblickendes Wahrnehmen mit allen Sinnen, ich habe das erst mit einem Tag ausprobiert, dann mit Wochen, Monaten, Jahren, Jahrzehnten und als ich Geschichts- und Kunstbücher studierte, Jahrhunderte und Jahrtausende und seitdem ich in den Träumen fliegen kann, bin ich in der Zeit zu Hause, nicht im Raum.

Wann bist du das letzte Mal im Traum geflogen?







# wir

 






Wir leben in einem lebendigen Kosmos. Unsere Erde ist unsere lebendige Bibliothek und die Bibliothek allen Lebens. Der Kosmos und die Erde sind unsere Lebensraum. Wir sind wie alles ist. Die Anziehungskraft komplementärer Elemente nennt sich Liebe. Es gibt keine Gegensätze. Denken in Gegensätzen gehört zur verbalen Logik des Kollektiv-Ego, das uns glauben machen will, es gebe in der Natur Hierarchien - survival of the fittest - aber wenn nur die Stärksten überleben, wieso gibt es dann Schmetterlinge, Rotkehlchen und Gänseblümchen? Der Kosmos nährt uns, nicht das Gift leerer Gedanken und Massennahrung. Liebe und Bewusstsein sind die Geschenke des Kosmos an sich selbst. 

Bewusstsein kommt von Wissen