# Begegnungen bedeutet aufeinanderzugehen

 





Etymologie 'Begegnung': Das Wort Begegnung leitet sich von dem Verb begegnen ab, was 'entgegenkommen' oder 'widerfahren' bedeutet. Das wiederum ist eine Ableitung vom althochdeutschen 'gaganen' (entgegengehen). 

Gehen wir aufeinander zu? Gehen wir uns entgegen? Was passiert, wenn wir uns begegnen?

Begegnungen sind anmutig, bedeutsam, chronisch, doof, einmalig oder ermüdend, manchmal erotisch, feurig, gewaltsam, heimlich, intensiv, jämmerlich, kurz, liebevoll, markant, auch mystisch, nützlich, oberflächlich, privat oder nur professionell, quatsch, rar, spontan und seltsam, tiefgreifend, unheimlich, verrückt, wild

Wie waren Deine Begegnungen?






# Gedanke

 





wir müssen grundsätzlich überdenken, ob wir wissenschaftlichen Erkenntnissen trauen (wollen) oder Wissenschaft überhaupt, die a) von Objektivität ausgeht/en und b) das gilt für die Naturwissenschaften von toter Materie. Wie bitte kann Lebendiges sein in einer Umgebung, in der tote Materie angenommen wird? 

Es gibt Prozesse des Werdens und Vergehens, ja, gewissermaßen verschiedene Seins-Zustände, und es ratsam unser Leben, was ins Leben gehört, als Prozess zu begreifen.









# einerseits andererseits

 






social media und die KI halluziniert. 

Einerseits finden Leute es gut digital vernetzt zu sein, was auch immer das heisst und andererseits sind es dieselben Leute, die social media kritisieren. Klassische Hegel-Dialektik: These - Antithese. Aber wo ist die Synthese? Synthese nicht in Sicht; vielleicht, wenn der Strom portioniert wird. Dann wird es lustig. Ohne Strom, kein facebook, kein intagram, kein mailing, kein Licht, kein youtube, keine elektro-music, keine Elektroautos, dafür ganz viel Zeit im Dunkeln zu sitzen und zu überlegen wie es weitergeht. Au ja, das wird wild. Mal sehen was das Vernetzt-sein dann nützt. Mal sehen, ob die youtube-survival-tutorials dann Anwender gefunden haben. Mal sehen, ob die Leute, die alles smart lösen, auch smart sind und wissen wie Feuer geht oder im Dunkeln keine Panik bekommen oder wie es in der Stille ist. Was wohl alles passieren wird, wenn auf der digitalen Bühne das Licht aus ist? 

Übrigens ist es so, dass die KI halluziniert, wenn sie was nicht weiss; sie erfindet Tatsachen. Wir sind im Hyperrealen, die Simulation ist perfekt und wer weiß wie Spiegel funktionieren - Projektion und Reflektion - und den Ort seines Standpunktes kennt, ist gut beraten. 

Social media ist eine Simulation, die unsere Realität gestaltet und uns von der Wirklichkeit ablenkt. Bleibt wachsam da draußen !










# ich hab sommer

 





andere fahren in den Urlaub, ich fahr lieber in ein anderes Leben. Das Konzept Urlaub habe ich mein ganzes Dasein hier nicht verinnerlicht. Was da auch alles dran hängt: Flugzeug fliegen, Hotelzimmer mieten, Tourist spielen, fremd sein. mir macht das keine Freude, mir ist das fremd, ich war mal mit Mutter im Urlaub, also in ihrem Urlaub, ich reise lieber an einen Ort, an dem ich schreiben kann oder ganz still, wo ich keine Leute treffe mit denen ich auch nichts zu tun habe wie an dem Ort, an dem ich wohne von dem aus der Urlaub los geht, für mich ist der Transit auch kompliziert, wenn ich an einem Ort bin von dem ich Urlaub machen muss und dann wieder zurück, ich bin lieber ganz weg, das ist eine ganz andere Art von Escapismus, ich war mal drei Jahre weg von allem, das war schön, das ist eine Weile her und bald muss ich mich auf den Weg machen in mein Leben, in das Leben, von dem ich keinen Urlaub machen muss, was ich so oder so nicht tue, dafür gehe ich diesen Sommer einen Garten besuchen, der mir nicht gehört, der sich selbst gehört, den ich nicht mehr brauche, die Besuche in diesem Garten, in dem die Liebe wohnt, haben mir sehr gut getan und die Liebe dieses Garten, der zum zweiten Mal in meiner Anwesenheit, den Mirabellenbaum hat Früchte tragen lassen, führt mich auf mein Fortkommen, mal sehen wo ich meinen zweiten Baum pflanze?







# Garten, Kräuter, Magie und Hexen

 





In diesem Sommer, August 2025, stellen Schautische in Buchhandlungen Kräuter, Gärten, Magie und Hexen thematisch in Buchform in den Vordergrund; zu mindestens in der Stadt, in der ich gerade unterwegs bin (sein muss; nerv), mir fällt das auf und ich frage den Buchverkäufer der alteingesessenen Buchhandlung was da los ist und er sagt: Hexen sind ganz groß im Kommen. Ich sag ihm: Hexen waren schon immer an diesem Ort. Sie sind nicht von hier, oder? Nein. Sie wussten nicht, dass der Ort, an dem Sie leben, Hexenkessel genannt wird. Nein. Ja, wir leben hier im Kessel und um uns herum Mittelgebirge. In der Stadt lebten im ausgehenden Mittelalter und in der Frührenaissance Beginen und Begarden - unverheiratete Frauen und Männer. Der Hexenhammer wütete an dem Ort besonders heftig. Das haben die Menschen vergessen, aber ich war im Stadtarchiv. Im Stadtarchiv sind die 'acta inquisitoris' archiviert, Fälle der Inquisition. Warum weiß das keiner? Weil keiner sich dafür interessiert. Es interessiert niemand was mit Frauen passierte. Interessiert sich überhaupt jemand für irgendwas? Es ist sehr sehr schwer zu verstehen, warum Menschen anderes Leben mißachten. Es ist sehr sehr schwer zu erleben, dass Leute nicht zueinander finden. Es ist noch schwerer unter seines Gleichen zu sein ohne Liebe zu erleben.








# gestern

 




Gestern am Telefon sagte eine Frau, die im Süden von Deutschland wohnt: Ich hätte nie gedacht, dass der Kauf eines Hauses mein Leben ruiniert. 


Ich habe mir das schon mal gedacht, aber ich habe kein Haus gekauft. Mikael und Florian, beide aus vollkommen verschiedenen Gegenden Westeuropas, erzählten mit, sobald sie mit ihren Familien in ein Haus gezogen sind, ging die Familie kaputt. Es ging nur noch ums Sparen: an Essen und an Wasser zum Duschen und zum Toilettengang. Es wurde nur noch von Geld geredet. Geld, das fehlte. Bald wurde gar nicht mehr geredet, auch nicht über das, was sonst noch fehlte. 

Dann kam noch das Internet erst in die Wohnzimmer,  dann in die Schlafzimmer und in die Hosentaschen und dann waren wir alle auf uns gestellt.




angesichts von allem

 





und angesichts von Leben und Tod, den beiden großen Tabuthemen im Dasein von Menschen, dürfen wir uns schon mal fragen was wir mit den ganzen Maschinen und Geräten alles machen. Oder sollten wir uns fragen was Maschinen und Geräte mit uns machen? Ja. Warum nicht? Wir haben ja in der Zwischenzeit gelernt, dass für moderne Menschen jede Erkenntnis zu spät kommt. Hurra. Wir leben noch! 

Maschinen und Möbel bevölkern den Alltag von Menschen. Unser einer hat den Eindruck gewonnen bei den Wanderungen durch Gegenden und Leben, dass Menschen Häuser für Möbel und Geräte bauen. Seßhaft sein, ist teuer und macht bewegungslos. Ver-haftet in der eigenen Immobilie. 

Am Ende oder schon in der Mitte des Lebens verwalten wir unsere Erfahrungen wie Möbel, wir stellen sie von einem Raum in den nächsten, trennen wollen wir uns nicht, weil es ja Zeit und Geld gekostet hat, auch zu diesem möglicherweise unerwünschten Zustand zu kommen.

Also: Welcher Gegenstand nervt am Meisten? Welches Möbel nimmt Raum ein und ist gefüllt mit unbenutzten Dingen? Wieviele Deiner Geräte brauchen wieviel Strom? By the way: Strom ist nicht sauber. Schon mal gesehen wie Strom durch Wasserkraft in den Bergen erzeugt wird?