Wir leben Anfang des 21. jahrhunderts und das epochal Daseinsgefuehl des beginnenden 21. Jahrhunderts ist Narzissmus. Soziale Medien/ social medias als eine Abteilung des Internetz dient der Selbstreferenzialitaet und selbstreferentiellen Entitaeten, sind es noch Subjekte? als Spiegelkabinett
Die Schätze sind gehoben, die Stätten entweiht, beinahe jeder Ort beleuchtet. Was bleibt, ist etwas Poesie. Für Jemand. Ein paar Worte sind die Heimat für ein Denken und weites Erinnern und das Mysterium, das unser Leben ist im Wunder der Natur. Schreibend sind wir Gegner des Vergessens und auf einer einzigartigen Reise. Wir sind Poesie
# auf dem Weg
Zu einer Verabredung bin ich in den regen gekommen, der schlag meiner hellblauen jeans war im 3 minuten mit wasser vollgesaugt, in den gassen begegnete mir niemand, erst kurz vor der Schule in einem hauseingang, stand ein aelterer herr, der mich anlachte, einige meter weiter ein weiterer spaziergaenger im regen, und über uns brach das gewitter jeden Gedanken und das war es was uns erfreute, keine Gedanken nur 1000 regentropfen und zwei leute, die sich entgegenlaufen in einer welt, wo die ordnung aus den fugen geraten ist, wo es nichts mehr zu sagen gibt, wo die umstaende doch fuer sich sprechen sollten, nur müsste jemand zuhoeren und auch wollen, aber wer will schon allein durch den regen gehen und fremden begegnen und sich erinnern an orte, die fuer lange Zeit unbesucht bleiben?
# mauersegler
Heute ganz in der Frueh hab ich die suess-schrillen schreie der mauersegler vernommen und ich wundere mich, denn es ist der dritte mai, und ich wunder mich mich zu wundern, warum sind sie in der stadt und warum bin ich nicht im sueden, nein, nicht wegen der sonne, wegen der leute und der stadt, eigentlich wegen allen staedten, ich frage mich auch wer auf die idee gekommen ist megastaedte zu bauen, in denen alles kaput geht, auch die leute und ist die ganze welt eigentlich schon im internet verschwunden?
# manchmal
In der Nacht, wache ich auf und wache bei keinem kerzenlicht, der bienenwachs ist ausgegangen, und durch das wenige zentimeter geoeffnete fenster des dachgeschosses, hoere ich den fluss und ich weiss es ist nicht der fluss, weil es der falsche ort ist und warum ist es der falsche ort, fragst du… weil ich existiere in dieser stadt und mein leben woanders ist, falscher ort falsche zeit seit der zangengeburt
Noch wartet meine seele in den bergen und manchmal sind da traenen um einen verlorenen schatz
# fuer Jemand
die wahrheit über unsere realitaet
bleibt im verborgenen wir tun noch gut
daran am glaubhaft gemachten festzuhalten
dabei ist konsum immer noch erleichternder als
nur die idee von freiheit
wir fallen lieber tief im verlassen-sein auf andere
als zu gestalten aus dem was ist und zu lieben ohne angst
die dinge aendern sich - es interessiert nur immer weniger
https://m.youtube.com/watch?v=kl4wkIPiTcY&pp=0gcJCX4JAYcqIYzv