# wo wir sind




... zwischen Krisen, Kisten und Kataklysmen


Wenn wir nicht wissen wo wir stehen, also wo wir sind, dann wissen wir nicht was zu tun ist. Wir können auch sagen, dass sobald wir wissen wo wir sind wir mehr darüber herausfinden wer wir sind, wenn wir das herausfinden, können wir Schritte in unserer Gegenwart tun, die uns zu jemand bringen oder an einen Ort, der uns gut tut oder ins Handeln. 

Erst wenn ich sagen kann wo ich stehe, wenn ich es genau definieren kann, dann kann ich sagen wie ich in das Wo gekommen bin, das ist die erste Aussage, die wahr ist, weil es die Wahrheit des Ortes gibt und die Wahrheit meines Standpunktes; das ist nicht verhandelbar. Wer weiß wo er steht, findet heraus wer er ist. Ich bin ein Mensch in einer Stadt mit 210.000 Einwohnern, mitten in Westeuropa; ich bin in einem falschen Leben, aber ich ich bin hier und ich bin da, ich versuche in diesem falschen Leben rechtes zu tun, ich lebe richtig, ich bin am falschen Ort, weil mich hier jemand brauchte, und heute brauche ich mich um an den richtigen Ort zu gelangen. 

Es gibt kein richtiges im falschen Leben, schreibt Adorno; aber in diesem falschem Leben kann ich das Richtige tun. Adorno sagt auch: Geliebt wirst du da, wo schwach du dich zeigen kannst ohne Stärke zu provozieren






# Fülle und Leere





sind komplementäre Zustände wie der Ton, der die Stille braucht um aus ihr zu sein. Jedes einzelne Element in unserem Leben ergänzt ein anderes, auch wenn es uns an der Oberfläche isoliert erscheint. Nichts ist getrennt voneinander, auch wir nicht von der Natur. In unserem Hierarchiebewusstsein, was uns die Kultur unserer Gesellschaft vermittelt sehen wir uns und alles um uns in getrennten Einheiten. Was das mit uns macht? Es ist einfach: Es trennt uns. Dabei sind wir mitten drin. Wir sind inmitten von Ereignissen, die uns übersteigen, überfordern, die unintegrierbar erscheinen, weil wir keinen Zusammenhang sehen können, weil wir auf Trennungen geeicht sind, und die Ereignisse isoliert sehen. Doch was wenn alles miteinander zusammenhängt? Was wenn, das was du denkst Konsequenzen hat? Was, wenn die Handlungen von gestern, sich im Heute äußern? Haben wir ein zusammenhängendes Verständnis für uns selbst und das Leben, in dem wir sind und das auch ohne uns auskommt?

# Lösungen Lösungen Lösung




Viele schreien "Lösung, Lösungen, was ist die Lösung?" Und ich sage: "Wie können wir Lösungen finden, wenn wir das Problem nicht definieren können? Wenn wir nicht definieren können, in welcher Umgebung das Problem auftaucht?" Es wichtig das Problem in seiner Umgebung zu beschreiben... erst das Problem, dann die Lösung. 

Solange wir Phänomene in unserer Gegenwart isoliert betrachten und nicht in historischen Prozessen denken, finden sich keine Lösungen. Keine Lösungen, die uns in Raum und Zeit weiterhelfen oder weiterbringen. Die Zukunft ist bereits geschrieben. Postmoderne Technologien haben eine Zukunft für uns vorgesehen. Es liegt heute an jedem Einzelnen für sich einen Weg zu finden in einer Realität zu leben und zu überleben, die die Zerstörung unserer Lebensgrundlage zum Ziel hat: Unsere Natur 

Wer kann, pflanze einen Baum. Wer kann, schütze seine Ressourcen. Wer kann, löse sich von allem Schädigenden. Wer kann, singe ein Lied, leise, laut wie auch immer, für unsere Mutter Natur







# matrix





Leben wir in einer Matrix? Man kann das durchaus so nennen, wobei es Matrix nicht ganz trifft... Nehmen wir lieber die Begriffe Realität und Wirklichkeit. Unsere Realität ist die Dingwelt, res ist lateinisch und meint Sachen, Dinge, das Wesen (der Dinge). Unsere Realität ist also die Dingwelt, in der wir mit Dingen beschäftigt sind und beschäftigt werden und in der Realität gibt es Sachzwänge 

Die Wirklichkeit ist der Bereich des Lebens in der mehrdimensionalen Wirklichkeit, in dem gewirkt wird. In diesem Gebiet spielt Zeit keine Rolle und alle Wesen sind dort wirksam und wirken am Leben mit

# der Bot






Ob der Bot fühlen kann?, fragt er. Er beantwortet sich die Frage selbst. Der Bot koenne es simulieren. Nein und Nein, ist die korrekte Antwort. Alles Lebendige hat ein Fuehlbewusstsein, also Tiere, Pflanzen, Landschaften, Menschen, Gewaesser, kurz um alles auf und in der Erde, ja auch die Erde. Das glaubt keiner, das macht nichts, Leute glauben eh an nichts und wissen auch immer weniger, ich auch, ich weiss auf jeden Fall das ich am falschen Ort im falschen Leben bin, das ist schon mal was. 
Der Bot jedoch ist eine Simulation . Der Bot denkt nicht, fühlt nicht und braucht uns nicht. Er ist selbstreferentiell und eine Simulation im Simulakrum. Der Bot braucht nur Strom und wir Menschen brauchen Natur. Da sind wir nun und es ist das Ende eines Weges…







# alles






Was wir tun, hat Auswirkungen, ob ich Tabak rauche und mich in einen Mangel bringe, den ich dann wieder auffuelle, indem ich mit den Mangelhandlungen aufhoere, den Mangel einstelle und genese und entgifte, oder sei es, dass wir uns in der aggressiven Gedankenwelt eines anderen Menschen aufhalten oder uns in die Gesellschaft von Alkoholikern begeben; alles unsere Entscheidungen, jeden Tag, jeder von uns traegt seine eigene Verantwortung und somit zur Kultur seiner Umwelt in der Gemeinschaft bei - eine radiakale Renaissance im ganz eigentlichen Sinne ist notwendig: innehalten und unsere Gegenwart begreifen, was ist unsere Gegenwart? Wie sieht Gegenwart aus? Wenn ich die Gegenwart nicht als historischen Prozess begreife und die Vergangenheit ignoriere, brauche ich kein Morgen denken, es gibt kein Morgen, außer auf einem linearen Zeitstrahl, der Ort des Denkens ist laengst zum Minenfeld verkommen, an dem Ideen oder Gedanken an Freiheit tabu sind 

Wer seine Gegenwart nicht kennt, findet keine Loesungen 












# nicht wundern





Wir leben Anfang des 21. jahrhunderts und das epochal Daseinsgefuehl des beginnenden 21. Jahrhunderts ist Narzissmus. Soziale Medien/ social medias als eine Abteilung des Internetz dient der Selbstreferenzialitaet und selbstreferentiellen Entitaeten, sind es noch Subjekte? als Spiegelkabinett








# auf dem Weg








Zu einer Verabredung bin ich in den regen gekommen, der schlag meiner hellblauen jeans war im 3 minuten mit wasser vollgesaugt, in den gassen begegnete mir niemand, erst kurz vor der Schule in einem hauseingang, stand ein aelterer herr, der mich anlachte, einige meter weiter ein weiterer spaziergaenger im regen, und über uns brach das gewitter jeden Gedanken und das war es was uns erfreute, keine Gedanken nur 1000 regentropfen und zwei leute, die sich entgegenlaufen in einer welt, wo die ordnung aus den fugen geraten ist, wo es nichts mehr zu sagen gibt, wo die umstaende doch fuer sich sprechen sollten, nur müsste jemand zuhoeren und auch wollen, aber wer will schon allein durch den regen gehen und fremden begegnen und sich erinnern an orte, die fuer lange Zeit unbesucht bleiben?









# mauersegler




Heute ganz in der Frueh hab ich die suess-schrillen schreie der mauersegler vernommen und ich wundere mich, denn es ist der dritte mai, und ich wunder mich mich zu wundern, warum sind sie in der stadt und warum bin ich nicht im sueden, nein, nicht wegen der sonne, wegen der leute und der stadt, eigentlich wegen  allen staedten, ich frage mich auch wer auf die idee gekommen ist megastaedte zu bauen, in denen alles kaput geht, auch die leute und ist die ganze welt eigentlich schon im internet verschwunden? 





# manchmal





In der Nacht, wache ich auf und wache bei keinem kerzenlicht, der bienenwachs ist ausgegangen, und durch das wenige zentimeter geoeffnete fenster des dachgeschosses, hoere ich den fluss und ich weiss es ist nicht der fluss, weil es der falsche ort ist und warum ist es der falsche ort, fragst du… weil ich existiere in dieser stadt und mein leben woanders ist, falscher ort falsche zeit seit der zangengeburt 

Noch wartet meine seele in den bergen und manchmal sind da traenen um einen verlorenen schatz