# Reisende

auf einsamen wanderungen eine reisende ohne gepäck

ich habe die berge nie verlassen

meine erinnerungen ließen mich nicht mehr los

meine erinnerungen folgten mir wie ein alter zauber

ich war scheuer als die eulen

die in der nacht in meinem und deinen träumen fliegen

es ist sehr dunkel in diesem hausflur

ich sage es dir ganz leise und sehr ernsthaft in dein rechtes ohr

du bist sehr verwundert du bist wirklich sehr verwundert

ich habe deinen hut und halte deine hand

das weite suchen der wirklichkeit begegnen

großes mysterium

habe ich je die berge verlassen

doch heute bin ich in einer stadt

in jedem hauseingang in den gassen 

lauert eine erinnerung mir auf 

du bist vorbote meiner reise

doch heute nacht bin ich in dieser Stadt

deine brunnen sind die kilonetersteine meiner vision


ich erkenne deine konturen wieder

die sich an die himmel heften

um mich willkommen zu heißen jeden tag

bei nacht bist du majestätisch

ich liebe dich wie man ein pferd liebt

all deine winde sind für mich winde der zärtlichkeit

ich bin wie meine ahninnen

die am feuer sitzen

ich erwarte nichts

ich bin hier

ich sitze auf der wiese deines gartens

und lächele dem milan über mir zu

an meine wanderungen denkend