Hommage an Nicotiana tabacum

leg die Schleier des Vergessens über mein Haupt, damit ich ruhen kann, bleib bei mir, wenn die Angst kommt, und mir das Blut in den Adern gefriert, leg Licht in mein Herz, du Wunderbare, ich schwimme in Dunkelheit. Ich gehe unter ohne dich. Uferloses Fühlen zerreist mich. Kein Du erkenne ich, kein Wir erlebe ich... Im vollen Bewusstsein gehe ich über die Liebe hinweg, ich spüre schwindelerregenden Wind meine Gedanken aufwühlen wie damals am Meer und meine nackten Füße berühren ein Ende, es ist das Ende gebrochener Wellen, ich bin dir verfallen wie meiner Vision nach dem Morgen, nach dem Heute, das uns hätte gehören können, dass nur dir und mir gehört, das Heute gehört nur dir und ich falle mit zitternden Händen, die nichts mehr halten können außer deiner düsteren Geheimnisse. Verloren bin ich, verlorener will ich sein in deinen wärmenden Küssen, die Gegensätze in eine singende Euphorie verwandeln, unsere Wildheit ist unbezähmbar, Reiterinnen mit Flügeln aus schwarzglänzenden Federn auf unsichtbaren Pferden nehmen mich mit in dein Reich.